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Unser Sportverein feiert in diesem Jahr 75-jähriges Vereinsjubiläum. Gerne hätten wir dieses mit einer großen Veranstaltung im Sommer gebührend gefeiert, jedoch Erlauben es uns die derzeitigen Umstände und die ungewisse Lage aufgrund der Corona-Pandemie nicht, detailliertere Planungen hier zu machen. Die angedachte Feierlichkeit im Herbst dieses Jahres ist damit leider erst einmal auf Eis gelegt.
Das ist natürlich schade, wenn man auf die Vereinsgeschichte zurückblickt, die man in diesem Jahr eventuell nicht gebührend feiern kann.
Am 30. Mai 1946 wurde unser Verein gegründet. Hans Esser übernahm den Vorsitz. Dieses Amt behielt er bis 1974 inne. 1946 war Hans Esser nicht nur als Funktionär einer der Fußballpioniere im Kreis Meppen, er zählte auch als Schiedsrichter zu den Pionieren im Fußballsport. Als Schiedsrichter war er über 30 Jahre aktiv.

Zu Beginn wurden die Fußballkämpfe teilweise in Straßenschuhen bestritten. Die Fahrten zu Auswärtsspielen wurden zunächst per Fahrrad; später mit dem Trecker der Raiffeisen - Genossenschaft Berßen zurückgelegt. Hans Esser, zu dem Zeitpunkt Leiter der Warenabteilung der Genossenschaft Berßen, brachte nun seine Beziehungen ins Spiel. Mit Speck und Eiern ausgestattet, hamsterte er in seiner Heimatstadt Köln für seine Sportler die ersten Schuhe, Trikots und Ballmaterial zusammen. Der erste Sportplatz entstand auf der damaligen "Wolkenburg", dem heutigen Wohngebiet "Hahnenfeld".
1947 wurde schon der nächste Sportplatz in den Groß - Berßener Scheffeltannen (hinter Eilers) errichtet. Beim 1. durchgeführten Pokalturnier konnte die Eintracht dem Sieger einen von "Kleene - Wilm" aus Holz geschnitzten Pokal überreichen. Mit der Niederlassung des Arztes, Dr. K.H. Volbert, im Jahre 1949 bekam der Sportverein neuen Aufschwung. Er übernahm das Training und war gleichzeitig unser Torwart. Somit war die ärztliche Betreuung der Spieler ebenfalls gesichert. Dr. Volbert war bis 1967 auch als 2. Vorsitzender im Verein tätig. Im Jahre 1956 nahmen die Fußballer die Sportanlage an der Groß - Berßener Straße in Klein Berßen in Besitz. 1964 wurden dort die ersten Umkleideräume errichtet. Ein Jahr später wurde schon die erste Flutlichtanlage, die an ausrangierten Telegrafenmasten befestigt wurde, errichtet. Im Jahre 1960 wurde der Sportplatz in Groß Berßen an der Lähdener Straße eingeweiht Bereits ein Jahr später wurde auch dort eine Umkleidekabine gebaut, die im Jahre 1994 ihr heutiges Aussehen erhielt. In der Zeit von 1952 bis 1967 kümmerte sich Hermann Kohne, alias "Seuten Herm" um die Finanzen und den Schriftverkehr unseres Vereins. Zu dieser Zeit bemühte sich Theo Hölscher intensiv um die Jugendarbeit. Unter seiner Führung konnte die Jugendmannschaft in der Saison 1963/64 die Meisterschaft erringen und wurde Kreis - Jugendmeister.
Unvergessen sind die Verdienste, die sich in diesem Zeitpunkt Herr Alfons Unkenholz für "seine" Eintracht erworben hat. Bei ihm als Vereinswirt liefen in den 50 er und 60 er Jahren alle Fäden zusammen. Durch seine Begeisterungsfähigkeit und Aktivitäten, die manchmal auch mit unkonventionellen Mitteln durchgeführt wurden, war er der Motor des Vereinslebens und gleichzeitig der gute Geist des Vereins. Im Jahre 1967 fand eine Wachablösung in der Führung der Finanzen und des Schriftverkehrs statt. Leo van der Ahe übernahm die Verantwortung, bis zum Jahr 1973. Von 1971 bis 1973 übernahm Clemens van der Ahe die Jugendarbeit. In diesen Jahren wurde die 1. Mannschaft von verschieden Trainern und Betreuern geleitet. Ab 1973 trainierte Clemens van der Ahe diese Mannschaft 5 Jahre. Zur gleichen Zeit wurde auch die 2. Mannschaft, die berühmte "Stiefelelf" ins Leben gerufen. Nach jedem Spiel wurde gar mancher Stiefel Bier geleert.
1975 trat im Seniorenbereich eine kleine "Flaute" ein; der Abstieg der 1.Mannschaft in die 2. Kreisklasse konnte nicht verhindert werden. Dafür forcierte die Eintracht aber die Jugendarbeit. Vier Teams - von der A - Jugend bis zur D - Jugend - nahmen am Punktspielbetrieb teil.Im Jahre 1974, das Jahr der Gebietsreform im Kreis Emsland, übernahm Heinz Willoh die Aufgaben des 1. Vorsitzenden. Man konnte noch ein Jahr im bisherigen Kreis Meppen weiterspielen. Man scheide natürlich ungern aus dem Kreis Meppen, wo man die Vereine und Mannschaften, sowie die Spieler seiner sportlichen Gegner kenne". so Vorsitzender Heinz Willoh. Mit Beginn der Saison 1975/76 wurde Berßen auch sportlich dem Kreis Aschendorf / Hümmling angeschlossen. Wir wurden der Staffel Emsland Mitte zugeordnet.
Von 1973 bis 1981 zeigte sich Helmut Witte als Jugendwart für den Jugendbereich verantwortlich. Gleichzeitig war er bis 1978 Trainer der A - Jugend.
Von 1977 bis 1982 fungierte Wilhelm Schiering als 1. Vorsitzender. Seine Aufgabe übernahm dann für 2 Jahre Josef Meyners. 1985 wurde der 1. Vorsitzende von Franz Möhlmann abgelöst.
Seit 1988 liegen die Geschicke der Vereinsführung in den Händen von Bernhard Mensen. In Zusammenarbeit mit der LG Hümmling (Leitung: Herr Klose, Sögel) wurde 1979 eine Leichtathletikgruppe in Berßen aufgebaut. Bernhard Uhlen konnte für 150 interessierte Kinder die Betreuung übernehmen.
1980 übernahmen Marianne und Bernhard Bramlage die Leitung dieser Abteilung. Leider musste die Gruppe im Jahre 1985 abgemeldet werden. Im Jahre 1974 übernahmen Rosi Rump und Josef van der Ahe die Aufgaben des Schriftführers und des Kassenwartes. Sie wurden 1978 von Paul Tholen abgelöst. Mit Unterstützung von 1988 bis 1992 durch Helmut Geers und ab 1993 durch Jörg Rennemann führt er die Kasse auch heute noch. Die Aufgaben des Schriftführers wechselten ebenfalls im Jahre 1978. Bernhard Uhlen übernahm für 2 Jahre diese Tätigkeit, die er 1981 an Norbert Lindemann übergab.  12 Jahre war Norbert Lindemann für den immer umfangreicher werdenden Schriftverkehr verantwortlich. Ab 1993 übernahm Hans Knoll die Arbeit des Schriftführers. Zwischenzeitlich wurde die 1. Mannschaft für 2 Jahre von Reinhold Kuschmierz trainiert. 1980 übernahm Helmut Witte diese Arbeit, die er nach 8 Jahren an Gerd Gerdes abgab.  Dieser konnte mit der Mannschaft den Durchmarsch von der 2. Kreisklasse in die Kreisliga schaffen.
Im Jahre 1996 wurde Georg Hebbelmann mit der Leitung des Trainings beauftragt. In all diesen Jahren konnten so manche Meisterschaften und Pokalsiege gefeiert werden.  Unvergessen bleibt der Aufstieg in die Emslandliga und die damit verbundene Meisterschaftsfeier im Jahre 1996.

Nach zweijähriger Zugehörigkeit zu dieser Klasse konnte der Abstieg aber nicht verhindert werden.  Mit einem neuen Trainer - Herr Reinhold Pszolla aus Meppen - wurde der sofortige Wiederaufstieg zwar nicht ganz erreicht, aber ein 2. Tabellenplatz war auch nicht zu verachten. Unsere 2. Mannschaft wurde bis 1987 von verschiedenen Trainern betreut. Ab 1987 übernahm Benno Wilmes die Verantwortung für die 2. Mannschaft. Mit einjähriger Unterbrechung übergab er die Verantwortung im Jahr 1997 an Konrad Abeln. 1999 wurde die Mannschaft - von Udo Perk geführt- Staffelsieger der 3. Kreisklasse Emsland Mitte und damit Aufsteiger in die 2. Kreisklasse. Mit Beginn der Saison 1999/2000 übernahm Uwe Wolken die Zweite, gab das Amt in der lfd. Saison wieder an Benno Wilmes zurück. Von 1987 bis 1993 konnten wir auch eine 3. Herrenmannschaft anmelden.  Die Führung lag bei mehreren Mannschaftsmitgliedern. Die Arbeit des Jugendwartes übernahm von 1982 bis 1987 Hartmut Klinger. Anschließend kümmerte sich Helmut Witte erneut unermüdlich um die Jugendarbeit, die er 1994 an Bernhard Temmen abgab.  Seit 1998 liegt die Aufgabe des Jugendwartes in den Händen von Helmut Knurbein. Alle Jugendtrainer und Betreuer hier aufzuführen, würde eine zu lange Liste ergeben, da hier eine sehr starke Fluktuation herrscht.  .
Im August 1988 wurde die Tennisabteilung neu gegründet und konnte unter Theo Kröger als 1. Vorsitzenden bereits zu Anfang schon über 100 Mitglieder vorweisen.
Seit damals hat sich einiges getan. Ab dem Jahr ´93 kümmerte sich regelmäßig ein Trainer um die ganz Eifrigen. Später entstand eine Herrenmannschaft mit Michael Püsken, Werner Rump, Jan Nieters, Thomas Bruns, Thomas Beelmann, Christian Kubiaczyk, Frank Brinkmann und Bernd Lübken. Auch bei den Jugendmannschaften gab es von der A- zur E Jugend männliche, wie auch weibliche Teilnehmer. Aber das ist schon lange her. Die letzte weibliche Jugendmannschaft um Eva Deermann, Tina Geers, Viola Knurbein und Celina Dworak beendeten ihre Berssener Karriere mit dem Meistertitel im Jahr 2017.
Wir haben uns sehr über einige Neuzugänge im Jugendbereich im letzten Jahr gefreut. Diese werden z.Zt. von Celina Dworak trainiert. Zurzeit gibt es noch 93 aktive und inaktive Mitglieder, mit einer Altersspanne von 10- 77 Jahren.
Im Jahre 1986 konnte die Sportanlage um den heutigen A - Platz erweitert werden. Sie wurde in einem feierlichen Rahmen eingeweiht.  1989 wurden das Sport-/Schützenhaus, sowie zwei neue Tennisplätze im Beisein zahlreicher Ehrengäste ihren Bestimmungen übergeben. Schlüsselübergabe im Jahre 1989 an die Vorsitzenden beider Vereine durch den Bürgermeister August Fangmeyer.
1996 wurde die "Eintracht" 50 Jahre alt. Zu diesem Festkommers konnte der 1. Vorsitzende Bernhard Mensen sowohl zahlreiche Ehrengäste wie auch etliche Gründungsmitglieder des Vereins begrüßen. Die gelungene Veranstaltung wurde mit einem Gottesdienst im Festzelt zum Ausklang gebracht. Noch heute erinnert sich jeder gerne an diese Feier.
Seit den Anfangszeiten der Eintracht hat sich viel getan und der Verein hat sich von einem reinen Männer- Fußballverein, bis hin zur Heimat verschiedenster Sportarten mit intensiver Jugendarbeit etabliert. Zu nennen sind hier unter anderem Damenfußball, Jugendtennis und auch die Entstehung unterschiedlicher Sportgruppen. All diese Angebote sind fester Bestandteil des Vereins und tragen zum Erfolg der Eintracht bei, wobei die Mitarbeit und Hilfe ehrenamtlich aktiver Trainer und Betreuer die Grundlage bildet. Nach dem Jubiläum 1996 stieg die erste Mannschaft in die Emslandliga auf und verweilte drei Jahre in dieser Klasse.
Unter der Regie von Bernhard Mensen, Benno Wilmes, Stefan Sielker als auch zuletzt Richard Witte als erste Vorsitzende wurden nach dem Jahrtausendwechsel einige Bauprojekte auf dem Sportgelände angegangen. Der Neubau einer Terrasse 1997, der Tribünenbau in den Jahren 2000 und 2001, die Kabinenerweiterung 2009 sowie die Erzeugung eines dritten Fussballplatzes am Sportgelände 2019 haben das Sportgelände in Berßen zu dem gemacht, was es heute ist: Eine der schönsten und besten Anlagen auf Kreisebene, die neben den Fördergeldern beider Gemeinden fast ausschließlich mit ehrenamtlicher Arbeit in Betrieb gehalten wird.
Der demografische Wandel macht auch der Eintracht zu schaffen. Dies zeigt sich in der intensivierten Zusammenarbeit mit unseren Nachbarvereinen, um die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs und die altersgerechte Unterbringung der Spielerinnen und Spieler zu gewährleisten. Im Jahr 2001 startete die erste Spielgemeinschaft im Jugendbereich mit Eisten/Hüven für die B- und D-Jugend. Diese Zusammenarbeit wurde in den letzten 15 Jahren immer weiter ausgebaut und zieht sich mittlerweile durch die gesamte Jugendarbeit, bis hin in den Seniorenbereich bei Damen und Herren.
Hervorzuheben ist auch der Aufbau des Damenfußballs, beginnend im Jahr 2006. Die Weltmeisterschaft im eigenen Land führte wohl auch dazu, dass zahlreiche Frauen und Mädchen sich zusammenschlossen und die erste Damenmannschaft der Eintracht gründeten. Es folgten Mädchenmannschaften im Jugendbereich und der Aufbau des Mädchen- und Damenfußballes als fester Bestandteil im Vereinsleben mit auch beachtlichen Erfolgen wie dem mehrfachen Finalsieg im Kreispokal und dem Aufstieg in die Bezirksliga.
Derzeit nehmen im Fussball im SeniorInnenbereich zwei Herrenmannschaften, drei Damenmannschaften und eine Alte Herren-Mannschaft (Freundschaftsspiele) am Wettbewerb teil.
Im Jugendbereich haben wir 14 aktive Mannschaften, wobei drei Teams davon reine Juniorinnenmannschaften sind. In der Tennisabteilung gibt es derzeit zwei Herrengruppen, eine Damengruppe und eine Jugendgruppe mit 12 Kindern, die allesamt aber reine Hobbymannschaften sind.
Nur durch den großen Einsatz zahlreicher Trainer und Betreuer sowie der engen und guten Zusammenarbeit mit den Gemeinden und unseren Sponsoren ist es möglich, das Vereinsleben auch in dem großen Ausmaß möglich ist. Genau dafür wollen wir uns als Vorstand auch über diesem Wege nochmals herzlichst bedanken.  Wir hoffen, dass die Pandemie endlich ein Ende findet und wir mit dem Vereinsleben wie wir es in stolzer Erinnerung haben endlich weitermachen können.