Gesundes Laufen mit Stöcken erobert auch Berßen

Ob Jung, ob Alt, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, vom Gesunden bis zum verletzten Leistungssportler – jeder kann vom Nordic-Walking profitieren. 

Wie im Sommer, so geht es auch im Herbst und Winter weiter. In der Walking - Gruppe wird kein Unterschied gemacht. Ob Wind oder Regen, es geht an die frische Luft. Wir sind nicht viele, aber die Frauen, die immer regelmäßig da sind, treffen sich immer am Donnerstag am Klöneck beim Fußballplatz in Berßen.

Nordic-Walking kann jeder leicht erlernen und betreiben. Es verbessert die allgemeine Fitness und bewirkt ein ca. 50% effektiveres Gehen und Wandern, steigert den Puls für eine optimale Fettverbrennung. Strafft die Schultern und die Brust-/Armmuskulatur, löst Muskelverspannungen und Schmerzen im Nackenbereich. N-W reduziert die Belastung der Knie- und Sprunggelenke, besonders bei übergewichtigen Personen.

Wurde Walking - also das "forcierte, aufrechte bewusste Gehen mit verstärktem Armeinsatz" - noch vor Jahren belächelt, hat sich die sanfte Art des Ausdauertrainings in der letzten Zeit mehr und mehr etabliert. Und was der einzelne Sportler schon gemerkt hat, untermauert jetzt auch die Wissenschaft. So wird das Herz-Kreislaufsystem in Schwung gebracht, die Beinmuskulatur durch die natürliche Fortbewegung gestärkt, das Immunsystem erhält eine Extraportion „Dampf", und nach neuesten Studien wird auch das Nervensystem und damit die geistige Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst. Und der Clou ist, dass der Stützapparat (also die Gelenke) geschont wird und der Kalorienverbrauch gleiche Werte erreicht wie beim Jogging. Beim Nordic-Walking werden eigens dafür entwickelte Stöcke verwendet, welche neben den oben genannten Vorteilen besonders die Muskulatur des gesamten Oberkörpers mit in die Bewegung einbezieht. Dadurch ist ein komplettes Ganzkörpertraining möglich. Die Pulsfrequenz steigt um bis zu 30 Prozent mehr an, die Sauerstoffaufnahme wird sogar um 50 Prozent besser als bei normalen Walking, was einen höheren Trainingseffekt zur Folge hat. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass schon bei geringer Geschwindigkeit eine Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit erzielt werden kann. Diese Tatsache macht das Nordic-Walking für Untrainierte, Übergewichtige (wo neben der Fettverbrennung auch eine Schonung der Gelenke im Vordergrund steht, was durch den Einsatz der Stöcke erreicht wird), Personen mit Vorschäden an Gelenken und Wirbelsäule, zur Rehabilitation und Herzkreislauf-Erkrankungen und für Wiedereinsteiger in den Sport höchst interessant.

Tipp

 

Der Muskelpumpeffekt

Bei korrekter Technik wird der Griff im Rhythmus fest gefasst und wieder locker gelassen. Dieses Spannen und Entspannen der Arm- und Schultermuskulatur führt zu einer „Muskelpumpwirkung" im gesamten Oberkörper. Während einer Nordic-Walking - Einheit kommt es so zu mehreren tausend Pumpbewegungen, die in ihrer durchblutungsfördernden Wirkung von keiner Salbe geschlagen werden können. Sauerstoff wird angeliefert und Stoffwechselschlacken werden abtransportiert. Damit erklärt sich auch die spezifische Wirkung von Nordic-Walking.



Technik

   

Basics – die Grundtechnik

Es ist wichtig, schon zu Beginn den zwar einfachen, aber dennoch wichtigen Rhythmus und Ablauf des Nordic-Walking richtig zu lernen, um die gewünschten und besprochenen Trainingserfolge erreichen zu können.

Diagonaler Bewegungsablauf

Die Technik des Nordic-Walking gleicht der Bewegungsführung des Skilanglaufs. Nordic Walking nutzt den physiologischen diagonalen Bewegungsablauf beim Walken durch den bewussten Einsatz der Armmuskulatur über das Hilfsmittel der Stöcke. Das bedeutet, dass der rechte Stock dann die Bodenberührung hat, wenn die Ferse aufsetzt und umgekehrt. Beim Nordic-Walking bewegen sich jeweils das linke Bein und der rechte Arm, beziehungsweise das rechte Bein und der linke Arm parallel nach vorn.Wenn man vom normalen Gehen zum Nordic-Walking übergeht, vergrößert sich die Schrittlänge und die gesamte Körpermuskulatur wird mit einbezogen.

Bewegungsphasen

Der linke Arm des Nordic - Walker ist leicht gebeugt nach vorn gestreckt, der Stock ist etwas nach hinten gewinkelt. Die rechte Faust befindet sich hinter der Hüfte. Der rechte Arm wird beim Abstoßen des Stocks nach hinten gestreckt.